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Lesung & Musik: WOLFGANG HOFFMANN

Donnerstag, 30. August, 19 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN

WOLFGANG HOFFMANN, geboren 1959 in Eisenerz,
ist auf Schloss Kassegg in den Steirischen Gesäusebergen auf-gewachsen. Nach einem schweren Unfall und langen Krankenhaus-aufenthalten findet er zur Musik und zieht bald als erfolgreicher Gitarrist und Liedermacher durch die Lande. Ab 1981 spielt er regelmäßig im Jazzland Wien, unter anderem mit Musikern wie Peter Ratzenbeck, Herbert Puukka, Oskar Klein, Martin Pyrker und der Mojo Bluesband. Es folgen Auftritte in Norddeutschland im Rahmen einer Soloturnee als Liedermacher.
Trotzdem setzt er seine betriebswirtschaftliche Ausbildung fort und wird selbstständiger Hotelier, dann Unternehmensberater und schließlich Internetprovider. Mit der Internetplattform ReSI entwickelt er 1996 eines der ersten regionalen Informationsportale Österreichs.
Daneben ist Wolfgang Hoffmann Verfasser zahlreicher Artikel, Reportagen und Glossen. Seine Kolumnen werden auch laufend von Dr. Andreas Unterberger, ehemals Chefredakteur der Presse und der Wiener Zeitung, als Gastbeitrag übernommen.
Wolfgang Hoffmanns Buch „Interatsgeschichten – Erinnerungen an eine Schulzeit“ ist 2011 im Freya Verlag Linz erschienen. Die biographische Dokumentation über Gewalt und Missbrauch in Bundesinternaten hat großen Medienwirbel verursacht. Das hat letztlich dazu geführt, dass die österreichische Bundesregierung im Juli 2012 eine eigene Kommission zur Aufarbeitung dieser Vorfälle einrichten ließ.
Wolfgang Hoffmann lebt seit einiger Zeit im Mondseeland. Weitere Informationen: http://www.woho.at

Die o.ö. Schriftstellerin Margit Schreiner zum Buch:
[…] Zum Missbrauch gehört immer Macht und das Geheimnis, das Verschweigen. Zum Missbrauch gehört auch die Willkür. Und vor allem jemand, der sie ausübt. Internate sind wie ein Terrarium. Abgeschlossen, wenig Luftzufuhr, keine Außenberührung, wenig Platz für große Tiere. Und Schweigen. Schweigend schauen die Tiere durch das dicke Glas, schweigend schauen die Betrachter sie an. Wolfgang Hoffmann bricht das Schweigen. […]
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wer einem Kind oder einem Jugendlichen die Würde nimmt, nimmt ihm möglicherweise sein ganzes Leben. Und jeder von uns hat nur ein einziges.