Mit einer rundum stimmigen Lesung verabschiedete sich der Sommer und zugleich die diesjährige Veranstaltungssaison des Vereins Mundwerk. In Kooperation mit dem Ortsverschönerungsverein Mondsee war die im Mühlviertel geborene und nun zwischen Wien und Kiel lebende Autorin und Übersetzerin Franziska Füchsl zu Gast. Sie las aus ihrem Buch Am Rande der Müh, mit dem sie 2025 den Nature Writing Preis gewinnen konnte.

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn Dr. Stefan Flasch (Ortsverschönerungsverein Mondsee), der das Wiederaufleben des Waldparks skizzierte, und Dr. Romana Sammern, welche die Autorin vorstellte, begaben sich die treuen Lesungsbesucher und interessierten Waldpark-Nachbarn auf eine literarische Zeitreise durchs Mühlviertel.

In mehreren Ausschnitten durchstreifte Franziska Füchsl Epochen und Regionen über hunderte Jahre hinweg. Sie beschrieb, wie sich die Donau den Weg durch die Landschaft bahnte, welche Geräusche im Wald zu hören waren, als die Menschen begannen, das Land einzunehmen, und wie aus rein bäuerlichem Leben kleine Manufakturen und Spezialisierungen hervorgingen. Für das Publikum an diesem provisorischen Veranstaltungsort zwischen Wald, Berg und See – unweit des Bauernmuseums Mondsee – bot dies ein atmosphärisch sehr stimmiges Bild.

Große schauspielerische Qualität bewies Franziska Füchsl bei der Schilderung ihrer Charaktere und deren einfacher, aber witziger Dialoge. Besonders faszinierend war der Wechsel zwischen exakter Beschreibungskunst in reiner Hochsprache und dem lebendig gesprochenen Mühlviertler Dialekt der Figuren.

Obwohl sich gegen Ende der Lesung die Sonne bereits hinter den Bäumen versteckte, blieb noch genügend Zeit für anregende Gespräche und vor allem für die Begutachtung der schönen Bücher und Holzschnitte des anwesenden Verlegers Christian Thanhäuser.

Der Verein Mundwerk und der Ortsverschönerungsverein Mondsee werden das Projekt zur Wiederbelebung des Waldparks mit Nachdruck weiterverfolgen und hoffen dabei auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinden des Mondseelands sowie den Regionalentwicklungsverband.

Für den Verein Mundwerk beginnen indes bereits die Planungen für das kommende Jahr. Bei gesicherter Finanzierung sind unter anderem die Durchführung des Lyrikpreises des Mondseelands sowie eine Veranstaltung im Rahmen der Kultur Expo geplant.

Foto: Gregor Pirgie

AM RANDE DER MÜH, EDITION THANHÄUSER

Freitag, 18. September 2026, 17:00 Uhr Waldpark am Hilfberg, Gemeinde Mondsee

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verschönerungsverein Mondsee.

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer kommenden Lesung am Freitag, dem 18. September 2026 um 17:00 Uhr im Waldpark am Hilfberg, Mondsee.

Franziska Füchsl ist zu Gast im Mondseeland und liest aus ihrem Buch „Am Rande der Müh“ (Edition Thanhäuser), für das sie mit dem Deutschen Preis für Nature Writing ausgezeichnet wurde.

Franziska Füchsl, 1991 in Putzleinsdorf im Oberen Mühlviertel geboren, lebt heute in Wien und Kiel. Ihre Texte bewegen sich an den Rändern von Lyrik und Prosa und zählen zu den eigenwilligsten Stimmen der jüngeren österreichischen Literatur.

In „Am Rande der Müh“ folgt die Autorin dem Lauf der Mühlflüsse durch ihre Herkunftsregion, das an Bayern und Südböhmen grenzende Granithochland des Mühlviertels. Was dabei entsteht, ist weit mehr als eine Landschaftsbeschreibung: eine poetische Heimatkunde, in der sich Natur- und Sozialgeschichte, Geologie und Dialekt, Kindheitserinnerung und genaue Beobachtung ineinander verschränken. Die Jury des Deutschen Preises für Nature Writing würdigte die Grenzlandprosa als Erzählen, das eine Naturlandschaft in Szene setzt, ohne deren kulturelle Prägungen – und Verheerungen – zu verschweigen. Der Fluss wird darin zu einem Ort des Nachdenkens über das Verhältnis von Mensch und Natur.

Erschienen ist das Buch in der Edition Thanhäuser in Ottensheim, versehen mit Holzschnitten des Künstlers und Verlegers Christian Thanhäuser.

Der Waldpark am Hilfberg, zwischen Seeufer und Hausberg gelegen, stellt für diese Literatur genau den passenden Rahmen dar. Es erwartet Sie eine Lesung über Flüsse, Wälder und Ränder – mitten im Grünen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

TICKETS
Eintritt €10,00, ermäßigt 8,00

DAUER
ca. 1 Stunde

ANMELDUNG ERBETEN
E-Mail:  

ORT
Der Waldpark am Hilfberg ist am besten vom Parkplatz des Bauern- und Freilichtmuseums (Hilfberg 6, 5310 Mondsee) erreichbar. Vom Parkplatz gehen Sie den Weg Richtung See für ca. 300m und folgen der Beschilderung.

HINWEIS
Bei Schlechtwetter wird ein alternativer Veranstaltungsort rechtzeitig bekannt gegeben.

Foto Christian Filips: ©Yaman Rai

Sonntag, 21. Juni 2026, 11:00 Uhr
Schloss Mondsee, Fürstenzimmer, Schlosshof 1a, 5310 Mondsee

Einladung zur feierlichen Verleihung des 13. Lyrikpreis des Mondseelands im Fürstenzimmer des Schloss Mondsee am 21. Juni 2026 um 11:00 Uhr. Die Jury hat 2025 Christian Filips diesen renommierten und mit einem Preisgeld von € 7.500,00 verbundenen Preis zuerkannt. Die Laudatio wird der Preisträger des Lyrikpreis des Mondseelands 2023, Yevgeniy Breyger, halten.

Die Jury verleiht den Lyrikpreis des Mondseelandes an Christian Filips „Für einen Gedichtzyklus, dem es mit großer Leichtigkeit gelingt, eine Brücke zwischen strenger Form und größtmöglicher Freiheit zu schlagen. Für meisterlich stolpernde Sonette, die sich nicht scheuen, Rilke-Reminiszenzen mit sogenannten „Deadbots“ zusammenzudenken, digitalen Abbildern Verstorbener, die den Hinterbliebenen vermeintlichen Trost spenden. Christian Filips fügt der Welt mit Hilfe der Lyrik ein höchst aktuelles Spiegelbild hinzu, in Gedichten, die der Trauer mit einer fulminanten Lebensfeier trotzen und es vermögen, Existenzielles auszusprechen, ohne in heiligen Ernst zu verfallen.“

Eintritt: € 10,00, ermäßigt € 8,00
Anmeldung erbeten unter:

INFORMATIONEN ZUM PREISTRÄGER
Christian Filips, geb. 1981 ist Schriftsteller, Theaterregisseur, Konzertdramaturg und Übersetzer. Er studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft in Wien und Berlin. Für seine ersten Gedichte wurde er 2001 mit dem Rimbaud-Preis des
Österreichischen Rundfunks ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Herausgeber der roughbooks, einer Reihe für zeitgenössische Lyrik, seit 2024 zusätzlich die Reihe Poesie Dekolonie. Seine Stücke wurden in mehreren großen Theatern in Berlin
gezeigt, u.a. in der Volksbühne Berlin, aber auch in Städten wie Mumbai oder Nairobi. Im Jahr 2023 kuratierte er poetica 8, ein der Stadt Erlangen. Filips lebt und arbeitet in Berlin.

JURY
Ilma Rakusa, Jury-Vorsitzende
Yevgeniy Breyger, Preisträger des Lyrikpreis des Mondseelands 2023
Univ.-Prof. Dr. Uta Degner

INFORMATIONEN ZUM LYRIKPREIS
Der Lyrikpreis des Mondseelandes wird seit 1989 alle zwei Jahre verliehen und vom Verein Mundwerk. Literatur im Mondseeland organisiert: www.mundwerk.at Die Vergabe wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Marktgemeinde Mondsee, der Gemeinden des Mondseelands Innerschwand, Sankt Lorenz und Tiefgraben, der Kulturdirektion des Landes Oberösterreich sowie privaten Spender:innen.

BISHERIGE PREISTRÄGER*INNEN
1998 Norbert Hummelt
1999 Oswald Egger
2001 Michael Donhauser
2004 Jan Wagner
2006 Ron Winkler
2008 Erwin Einzinger
2010 Nadja Küchenmeister
2012 Kerstin Preiwuß
2015 Steffen Popp
2017 Daniela Seel
2021 Mara-Daria Cojocaru
2023  Yevgeniy Breyger
2025 Christian Filips

Alle Fotos: Ute Brandhuber-Schmelzunger

Der Verein Mundwerk – Literatur im Mondseeland lud am 6. März 2026 zu einem Lyrikfest an Bord der MS Odilo ein. 

Auf ausverkaufter Fahrt wurde die Jury-Vorsitzende des Lyrikpreis des Mondseelands, Ilma Rakusa, anlässlich Ihres 80. Geburtstags für ihre feinfühlige Auswahl und große Kennerschaft bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger des Lyrikpreis gefeiert. 

Mit an Bord waren acht Preisträgerinnen und Preisträger, die die Jubilarin mit Lesungen eigener Texte beschenkten: 

– Yevgeniy Breyger (2023)

– Erwin Einzinger (2008) 

– Christian Filips (2025)

– Norbert Hummelt (1998)


– Steffen Popp (2015)

– Kerstin Preiwuß (2012)

– Daniela Seel (2017)

– Ron Winkler (2006)

Für Ihren vorbildlichen Einsatz für Kultur im Mondseeland seit Beginn der Vereinsgründung im Jahr 1998 bis zum heutigen Tag verlieh der Bürgermeister der Marktgemeinde Mondsee, Josef Wendtner, ihr die Mondseekrug-Ehrenmedaille. 

Andreas Unterweger, Herausgeber des Magazins manuskripte, überreichte Ilma Rakusa als Überraschungszugabe eine Vorschau ihr gewidmeter Texte, die in der April-Ausgabe des Magazins erscheinen werden. 


Unser besonderer Dank für die Unterstützung bei der Ausrichtung des Fests gilt den Mondseelandgemeinden, der Kulturförderung des Landes Oberösterreich, der Bundesrepublik Österreich, Bau Mayr aus Waldzell, Mondseeschifffahrt Hemetsberger, Eurospar Feurhuber und Blumengeschäft Wuchs, Mondsee.

Foto: Ute Brandhuber-Schmelzinger

LYRIKFEST FÜR ILMA RAKUSA, JURY VORSITZENDE DES LYRIKPREIS DES MONDSEELANDS ANLÄSSLICH IHRES 80. GEBURTSTAGS

Freitag, 6. März 2026, 16:30 Uhr

Herzog Odilo, Schiffsanlegestelle Hemetsberger, Promenade Mondsee

Der Verein Mundwerk – Literatur im Mondseeland lädt Sie, Ihre Freunde und Familien herzlich ein zu einem Lyrikfest an Bord der Herzog Odilo.

Anlässlich des 80. Geburtstag der Jury-Vorsitzenden des Lyrikpreis der Mondseelands, Ilma Rakusa, möchten wir mit Ihnen und Preisträgerinnen und Preisträgern des Lyrikpreis feiern und uns bei Ilma Rakusa für Ihre feinfühlige Auswahl und große Kennerschaft bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger bedanken. An Bord der Herzog Odilo erwarten Sie Lesungen von folgenden Preisträgerinnen und Preisträgern des Lyrikpreises des Mondseelands:

– Yevgeniy Breyger (2023)
– Erwin Einzinger (2008)
– Christian Filips (2025)
– Norbert Hummelt (1998)
– Nadja Küchenmeister (2010)
– Steffen Popp (2015)
– Kerstin Preiwuß (2012)
– Daniela Seel (2023)
– Ron Winkler (2006)

Abfahrt:
16:30 Uhr, Herzog Odilo, Schiffablegestelle Hemetsberger / Promenade Mondsee, Seebadstraße 3, 5310 Mondsee
(bitte um 16:15 Uhr vor Ort sein)

Eintritt:
Eintritt inkl. Schifffahrt: € 25,00

Dauer:
2 Stunden

Anmeldung erbeten unter:  
(Die Anzahl der Plätze ist begrenzt)

Weiterführende Informationen

ILMA RAKUSA
Ilma Rakusa wurde am 2. Januar 1946 als Tochter eines Slowenen und einer Ungarin in Rimavská Sobota (Slowakei) geboren. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie in Budapest, Ljubljana und Triest. 1951 übersiedelte sie mit den Eltern nach Zürich. Von 1965 bis 1971 studierte sie Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Ihre Dissertation „Studien zum Motiv der Einsamkeit in der russischen Literatur“ kam 1973 beim Peter Lang Verlag heraus. 1977 debütierte sie mit der Gedichtsammlung „Wie Winter“. Seither sind zahlreiche Lyrik-, Erzähl- und Essaybände erschienen.
llma Rakusa übersetzt aus dem Russischen, Serbokroatischen, Ungarischen und Französischen, als Publizistin (Neue Zürcher Zeitung,  Die Zeit) und als Lehrbeauftragte setzt sie sich für die Vermittlung osteuropäischer Literaturen ein. Ihre Arbeit wurde mit namhaften Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Ilma Rakusa ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Sie lebt in Zürich.

Sie ist seit 1998 Jury-Vorsitzende des Lyrikpreis des Mondseelands.

Am 5.3. liest Ilma Rakusa im Literaturhaus Salzburg aus ihrem neuen Buch „Wo bleibt das Licht“ (2025).
Veranstalter: prolit

WÜRDIGUNGEN ZUM 80. GEBURTSTAG

https://www.pressreader.com/austria/der-standard/20251227/282291031590137
https://www.sn.at/kultur/ilma-rakusa-kriegstagebuch-mit-eigenen-gedanken-traeumen-und-erinnerungen-art-628067
https://www.bluewin.ch/de/entertainment/tv-film/poesie-gegen-ideologie-die-autorin-ilma-rakusa-wird-80-3032264.html
https://art.at/av/video/onDemamdVideoNews64184
https://www.swissinfo.ch/ger/poesie-gegen-ideologie%3A-die-autorin-ilma-rakusa-wird-80/90715927
https://www.news.at/news/trotz-allem-trostlich-tagebuchprosa-von-ilma-rakusa
https://www.sn.at/kultur/literatur/schweizer-autorin-ilma-rakusa-feiert-80-geburtstag-art-628052
https://oe1.orf.at/programm/20260104/821969/Ilma-Rakusa-zum-80-Geburtstag

Wir bedanken uns für die Unterstützung durch die Mondseelandgemeinden, die Kulturförderung des Landes Oberösterreich, der Bundesrepublik Österreich und Bau Mayr, Waldzell.

Am Sonntag, den 24. Oktober las Elke Laznia im Schloss Mondsee aus ihrem 2024 im Verlag Müry Salzmann erschienenen Buch „fischgrätentage“ – einer poetischen Reise in eine Zwischenwelt, in der Körper und Geist, Erinnerung und Verlust sich eindrücklich begegnen. Der Text lotet aus, was bleibt, wenn Zeit und Gebrechen sich zuspitzen.


Die Einführung übernahm Dr. Romana Sammern vom Verein Mundwerk Literatur im Mondseeland. Die Moderation lag in den Händen der Verlegerin Mona Müry, die durch die Lesung führte und die Lesung so für alle zu einem anregenden Literatur-Nachmittag machte.

Wir danken Elke Laznia sehr für Ihre Lesung und allen, die am Sonntag nicht dabei sein konnten, empfehlen wir das Buch für die verbleibenden Sommertage zum Nachlesen!

© Fotos: Ute Brandhuber-Schmelzinger

FISCHGRÄTENTAGE

Sonntag, 24. August um 17 Uhr im Schloss Mondsee, kleiner Saal

Elke Laznia liest aus ihrem neuesten Werk „Fischgrätentage“, erschienen 2024 im Müry Salzmann Verlag, Wien.
Sie führt uns in eine Zwischenwelt, deren Ausgang offen ist. Freilich ist es am Ende die Sphäre des Todes, vorerst aber des zunehmenden Körperverlusts, der Gebrechen und Traumgespinste, zugleich auch der Nähe und des Vertrauens.

Elke Laznia fokussiert in fischgrätentage das, was die Zeit mit unseren Körpern macht, mit unserem Geist, was Bindungen sind, was von ihnen bleibt. Und immer geht es um den Verlust. Der Verlust als die Quelle, an die jede/r angeschlossen ist. Der Verlust, der teilbar und mitteilbar ist. Es ist ein poetisches Schreiben entlang der letzten Dinge, wider das Nützlichkeitsdenken und die marktgängige Optimierung unseres Bewusstseins. Damit der menschliche Geist nicht restlos von der Maschine ersetzt wird, darf er nicht selbst maschinenhaft werden. Lyrik ist dabei ein wirksames Antidot.

“Mit fischgrätentage schreibt sich Elke Laznia in die erste Reihe der österreichischen Gegenwartsliteratur.” Katja Gasser, ORF

TICKETS:
EUR 10,00, ermäßigt EUR 8,00

VORANMELDUNG GERN UNTER:

ZUR AUTORIN
Geboren 1974 in Klagenfurt, lebt als freie Schriftstellerin in Salzburg.
Textveröffentlichungen in manuskripte, SALZ etc.
Preise u. a.:
2012 Rauriser Förderungspreis
2013 Maria-Zittrauer-Lyrikpreis
2021 Feldkircher Lyrik-Publikumspreis
2023 Klagenfurter Kulturpreis
2025 Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur

Veröffentlichungen im Müry Salzmann Verlag:
Kindheitswald (2014)
Salzgehalt (2017)
Lavendellied (2019)
Fischgrätentage (2025)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit den Musiktagen Mondsee 2025 – Robert Schumann „Poesie in Tönen“.


Diesen Abend im Konzert um 19 Uhr zu Bach, Schumanns zweitem großen Vorbild neben Beethoven:

W. A. Mozart Adagio und Fuge für Streichquartett, KV 546
R. Schumann 6 Studien in kanonischer Form, op. 56
J. Widmann Versuch über die Fuge für Sopran und Streichquartett
J. S. Bach 3. Brandenburgisches Konzert G-Dur, BWV 1048
J. S. Bach Violinkonzert E-Dur, BWV 1042

Weitere Informationen unter musiktage-mondsee.at

mit Lesungen von Jan Wagner, Ilma Rakusa und Yevgeniy Breyger

Anlässlich der Jurysitzung zum Lyrikpreis des Mondseelandes findet am 18. Mai 2025 um 13:00 Uhr ein Lyrikfest auf der MS Mondseeland statt. Auf dem Programm stehen Lesungen von Jan Wagner und Yevgeniy Breyger, beide ehemalige Preisträger des Lyrikpreises (2004 bzw. 2023), sowie der Schriftstellerin, Übersetzerin und Jurorin Ilma Rakusa.

Jan Wagner, geboren 1971 in Hamburg, lebt als Lyriker, Essayist und Übersetzer in Berlin. Er studierte Anglistik in Hamburg, Dublin und Berlin und wurde für seine Gedichtbände vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse (2015) und dem Georg-Büchner-Preis (2017). Sein jüngster Gedichtband, Steine & Erden, erschien 2023 bei Hanser Berlin.

Yevgeniy Breyger wurde 1989 in Charkiw (Ukraine) geboren und lebt heute in Wien. Nach Studien des Kreativen Schreibens in Hildesheim und Leipzig sowie Kuratorischen Studien in Frankfurt wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, zuletzt mit der Shortlist des Literaturpreises der deutschen Wirtschaft. Sein jüngster Gedichtband, Frieden ohne Krieg, erschien 2023 bei kookbooks und wurde mit dem Lyrikpreis des Mondseelandes ausgezeichnet.

Ilma Rakusa, geboren 1946 in der Slowakei und wohnhaft in Zürich, promovierte über die russische Literatur und ist als Autorin und Übersetzerin tätig. Für ihr literarisches Werk wurde sie unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis (2009) und dem Kleist-Preis (2019) ausgezeichnet. Ihr jüngster Gedichtband Kein Tag ohne erschien 2022 im Literaturverlag Droschl.

Das Lyrikfest wird durch die großzügige Unterstützung des Landes Oberösterreich und der Kulturförderung des Bundes ermöglicht.

Sonntag 18. Mai 2025,12:45 Uhr

Schiffhaltestelle Meindl / Apollo / Promenade Mondsee

Eintritt inkl. Schifffahrt € 20 / Dauer 1,5 h / pünktliche Abfahrt um 13 Uhr

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter

An einem strahlenden Herbstnachmittag am 12.10.2024 begrüßte Obfrau Romana Sammern Freunde und Wegbegleiter der Mondsee Land Art zu einem besonderen Treffen. Am Fuße des Guglhupfbergs, im Schatten der mächtigen Linde, wurde gemeinsam auf 25 Jahre Mondsee Land Art zurückgeblickt.


Die Initiatorin Inge Dick und Josef Wendtner, damals Obmann des Regionalentwicklungsverbands und heute Bürgermeister von Mondsee, gewährten Einblicke in die Entstehung des Projekts. Die Anwesenden erfuhren von der Motivation, den Diskussionen und Mühen, die zur Realisierung der sechs Kunstinstallationen führten. Heute sind diese zu einzigartigen Wahrzeichen der Region geworden und haben einfache Plätze zu besonderen Orten der Naturerfahrung gemacht.


Seit 2021 betreut der Verein Mundwerk – Literatur im Mondseeland die Kunstwerke und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ein neuer Flyer, der auch die Brücke ins digitale Zeitalter schlägt, informiert über die einzelnen Installationen und stellt das jüngste Projekt von Laurien Bachmann am Kienbergwandtunnel vor, welches am 5. April 2025 eröffnet wird.

Ursprünglich sollte die musikalische Gestaltung des Nachmittags von Bodo Hell und Erwin Rehling übernommen werden. Da Bodo Hell am Dachstein geblieben ist, musizierte Erwin Rehling allein und ließ bewusst Pausen, die als literarische Leerstellen an die Stimme seines Freundes erinnerten. Dieser bewegende Moment hinterließ bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck.



Wir möchten uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken, die großzügig zu einem beachtlichen Betrag beigetragen haben. Diese Spenden fließen sowohl in die Pflege der imposanten Linde, unter deren Schatten sich Besucher weiterhin ausruhen können, als auch in die Unterstützung der Bergrettung am Dachstein, die unermüdlich bei der Suche nach Bodo Hell im Einsatz war.

Alle Fotos: Ute Brandhuber-Schmelzinger

An einem sehr heißen Juni-Nachmittag nahm uns  die Autorin Birgit Birnbacher am 29. Juni 2024 mit auf eine Reise aufs Land und beleuchtete in ihrer Lesung aus ihrem aktuellen Roman <<Wovon wir leben>>, erschienen im Zsolnay Verlag, wie Geschlechterrollen und -erwartungen auf dem Land das Leben der Bewohner:innen nachhaltig prägen. 

Birgit Birnbacher, Bachmann-Preisträgerin des Jahres 2019, begeisterte uns mit ihrem Humor und ihrem genauen Blick auf typisch weibliche und männliche Land-Biographien ohne diese zu bewerten. Umso angeregter war die Diskussion im Anschluss an diese Lesung, die von Uta Degner fachkundig moderiert wurde.

Wir danken Nicolette Waechter, dass wir die Lesung in ihrem wunderbaren Garten des Kulturgut Höribach abhalten konnten und Luisa Thies von der Buchgalerie Wechselseitig in Salzburg für die Betreuung des Büchertischs.

Fotos: Ute Brandhuber-Schmelzinger