Bodo Hell auf der Grafenbergalm, Foto © Norbert Mayr

25 Jahre nach der ersten Mundwerk-Lesung wird Bodo Hell 2021 mit einer Frühlingslesung die Veranstaltungen des Mundwerks wieder starten: am 21. März 2021 in der Oedmühle in Kasten.

BODO HELL: geb. 1943 in Salzburg, Philosophie- und Musikstudium (Orgel), lebt in Wien und seit Jahren als Hirte am Dachstein. — Prosa, Radio, Theater, Schrift im öffentlichen Raum, Texte zur bildenden Kunst, Fotos, Filme, Musik, Ausstellungen, Almwirtschaft, Hörspiele, CDs.

Bücher (Auswahl): Dom Mischabel Hochjoch (1977),
Der Donner des Stillhaltens/Larven Schemen Phantome (1986),
666. Erzählungen (1987), Gang durchs Dorf: Fingerzeig/
Blumenwerk (1992), An der Wien (1997), Die Devise lautet.
Erzählung (1999), Im Prinzip gilt, Erzählung (2001), Tracht:
Pflicht, Lese- und Sprechtexte (2003), Herbe Garbe, Weiberkittel,
Von Heiligen, Pflanzen und Substanzen (2008), Nothelfer (2008),
Immergrün, Sudarium (2011), Untersberg (2012), Landschaft mit Verstoßung (2014), Ritus und Rita (2017), Auffahrt (2019), Ötzi 1991991 (2019) und viele andere.

Preise (u. a.): Rauriser Literaturpreis 1972, Erich-Fried-Preis 1991, Preis der Literaturhäuser 2003, Hausautor der Therme Vals (CH) 2004, Bachmann-Telekom-Preis 2006, Heimrad-Bäcker-Preis 2017, Christine-Lavant-Preis 2017, Großer Kunstpreis des Landes Salzburg 2019.

Musikalisch – literarische Weihnachtskollisionen
Satire-Lesung:
FRITZ POPP

Musik:
HELMUTH GUBI, Saxophon
THOMAS MEUSBURGER, Gitarre

Sonntag, 26. November 2017, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Freiwillige Spenden

… OH TANNENBAUM … Weihnachtskollisionen
Wenn Nordmanntannen durch Südfraufichten Konkurrenz bekommen, Schokoladenhohlgusskörperfiguren auf ansonsten figurbetonte Menschen treffen, unbeaufsichtigtes Gebäck zum Problem wird und Männer gerne im Männerhort ausharren, dann ist wieder Weihnachten: das Fest, bei dem unsere alljährlichen Vorsätze mit einem immer raffinierteren Konsum- und Dekoangebot kollidieren. Die Musik von „Duo Infernal“ und die Texte des Satirikers hingegen stehen wie ein Leuchtturm in der Brandung alljährlich auftretender Weihnachtsgefühle und –allergien und geleiten zu einem Weihnachtsgenuss de luxe.

FRITZ POPP: geb. 1957 in Vöcklabruck/OÖ., lebt als Schriftsteller, Literaturvermittler und BHS -Lehrer in Salzburg und Schwarzenberg am Böhmerwald. Seit 1989 Autor des „AffrontTheaters Salzburg“ (Kabarett-Preis „Salzburger Stier“ 1995). Schreibt und publiziert Lyrik, Prosa und Kabarett – Texte. Redaktionsmitglied der Salzburger Literaturzeitschrift SALZ. Staatsstipendium für Literatur 2005. Letzte Publikationen: „Zusehend unberührt“ (Gedichte 2009), „Keine Engel“ (Roman 2010), „Unarten – Vielfalt“ (Satiren 2012), „Chronisch grantig“ (Satiren 2014), „Mehr als du glaubst“ (Satiren 2017).

HELMUTH GUBI: geb. in Mondsee, Lehrer im BORG Neumarkt/Straßwalchen. Engagements bei Salzburger Festspielen, Mozarteumorchester und Landestheater. 25 Jahre musikalischer Leiter des Salzburger Straßentheaters. Mitglied des Saxophon-quatetts und Superbrass. Immer wieder eigene Projekte: Summer- holz Bigband, Summerhill Dixie, Saxland Orchester, Trio Infernal.

THOMAS MEUSBURGER: geb. und aufgewachsen in Salzburg. Studium mit Abschluss am Mozarteum im Fach Gitarre. Danach Los Angeles: Abschluss des G.I.T. am Musicians Institute in Hollywood. Studio- und Livetätigkeit in diversen Bands, z.B. Summerhill Dixie Band, The Rhythmic Tramp Orchestra, Vocal Beat Club, Trio Infernal, Applejack Distillery, Dr. Opin u.a. Lehrtätigkeit für Gitarre an der BAfEP Salzburg. Musikalische Interessen: Funk, Rock, Jazz.

Erasmus von Rotterdam: Lob der Torheit
Lesung: André Hinderlich, Musik: Anne-Suse Enssle (Blockflöte), Philipp Lamprecht (Drehleier, Stimme, Percussion)

Lesung am 12. November 2017, 18:00 in der Oedmühle in Kasten

Karl Ploberger und Erich Weidinger: Gartenflüsterer – Blumengeschichten
Lesung, Buchpräsentation und Diskussion

Lesung am 20. Oktober 2017, 19:00 in der Oedmühle in Kasten

Eric Dupont liest aus seinem Roman „Die amerikanische Braut“.

Lesung am Freitag, 19. Mai 2017, um 19:00 Uhr in der Oedmühle in Kasten

Hans Höller und Arturo Larcati präsentieren
INGEBORG BACHMANNS WINTERREISE NACH PRAG (Piper Verlag,2016)
Rezitation: Amalia Altenburg

Sonntag, 19. März 2017, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Freiwillige Spende

Im Jänner 1964 (ein Jahr nach der Trennung von Max Frisch und ihrem psychischen Zusammenbruch) reist die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann mit einem jungen Begleiter von Berlin nach Prag. Diese Reise gewinnt für Bachmanns Leben und Werk eine entscheidende Bedeutung: Es entsteht ein Gedichtzyklus dieser Winterreise, der weitgehend unbekannt geblieben ist, obwohl er ihre letzten Gedichte umfasst: darunter „Enigma“, „Prag Jänner 64“ und vor allem „Böhmen liegt am Meer“ (nur wenige Monate vor ihrem Tod sagt sie, dass „damit alles gesagt ist“).

H. Höller und A. Larcati leuchten die Entstehungsgeschichte aus und zeichnen ein neues, staunenswertes Bild einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen.

HANS HÖLLER: geboren 1947 in Vöcklabruck; Studium der Germanistik und Klassischen Philologie; von 1973 bis 1979 Lektor an den Universitäten von Neapel, Wrozlaw (Breslau) und Montpellier; bis 2012 Professor am Germanistik-Institut der Universität Salzburg. Zuletzt erschienene Bücher: „Eine ungewöhnliche Klassik nach 1945. Das Werk Peter Handkes“ (2013); „Der unbekannte Bernhard“ (2014); Mitherausgeber von „Herzzeit“ (Briefwechsel Ingeborg Bachmann/Paul Celan). Zusammen mit Arturo Larcati: “Ingeborg Bachmanns Winterreise nach Prag“ (2016); gemeinsam mit Irene Fußl Herausgeber der Salzburger Bachmann-Edition.

ARTURO LARCATI: ist Professor an der Universität Verona; er arbeitet ebenfalls an der neuen Salzburger Bachmann-Gesamtausgabe mit. Neben anderen Publikationen zum Werk der österreichischen Schriftstellerin erschien zuletzt von ihm „Das Rom der Ingeborg Bachmann“.

»Solange Germanisten solche Bücher zu schreiben verstehen, braucht es uns um die Zukunft der Zunft nicht bange zu sein.« (Rüdiger Görner, Die Presse)

Spielen wir? Leben wir? DADA und seine nicht-dadaistischen Zeitgenossen (100 Jahre DADA)
Amalia Altenburg (Rezitation), Anne Keckeis (Cello)

Lesung am 9. Oktober 2016, 18:00 Uhr, in der Oedmühle in Kasten

Hermann Beil liest Thomas Bernhards „Wittgensteins Neffe“

Lesung am 2. August 2016 um 19:00 Uhr in der Oedmühle in Kasten

Birgit Müller-Wieland liest „Reisen vergehen“ (Gedichte, Otto Müller Verlag 2016)

Musik: Maria Krenn (Gitarre), Helmut Kratochwill (Mundharmonika) – LMS Mondsee

Lesung am Donnerstag, 7. Juli 2016 um 19:00 Uhr in der Oedmühle in Kasten

LIEDER ZUM ADVENTKREIS
Christie Finn, Sopran
Judith Schreyer, Fidel
Anne-Suse Enßle, Blockflöten
David Bader, Laute
Philipp Lamprecht, mittelalterliches Schlagwerk und Drehleier
André Hinderlich, Sprecher

Sonntag, 13. Dezember 2015, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 10 €, Jugend 5 €

Der Mönch von Salzburg
Auszüge aus seinem Liedschaffen

Duo Enßle-Lamprecht und Ensemble
Der Mönch von Salzburg, ein anonym gebliebener Liederdichter und Komponist des Spätmittelalters, schuf ein Werk von europäischer Bedeutung: über 100 erhaltene Handschriften belegen für die damalige Zeit eine ungemeine Popularität, die sonst von keinem anderen Dichter oder Komponisten erreicht wurde: sowohl ein- als auch mehrstimmige Lieder, wovon 50 geistlichen Inhalts sind und beinahe den gesamten liturgischen Jahreskreis umfassen. Von den über 50 weltlichen Texten behandelt ein Großteil Erscheinungsformen der Minne in unterschiedlichsten Facetten; es sind aber auch andere Liedgattungen wie etwa Trinkgesänge im Korpus vertreten. Außerdem findet sich in seinem Werk beispielsweise der erste deutschsprachige Kanon.
Originale Lieder des Mönchs von Salzburg werden nach Möglichkeit mit einer Neuvertonung verknüpft, die auf sein Werk Bezug nimmt. Hierbei kombiniert sich das Duo Enßle-Lamprecht immer wieder neu mit anderen Musikern, um neben der Kontinuität der Gesamtaufführung auch eine Farbigkeit und Varietät der einzelnen Konzerte zu gewährleisten. Insgesamt werden im Zeitraum 2014 – 2019 alle Lieder des Mönchs, nach Themengruppen gegliedert, aufgeführt und durch die Kombination mit Uraufführungen und der Umsetzung durch unterschiedliche Ensembles in verschiedene Kontexte gestellt.
Mag. Manuel Schwembacher (Universität Salzburg) berät das Ensemble in inhaltlichen und sprachwissenschaftlichen Fragen und formuliert Einführungstexte zu den verschiedenen Konzertprogrammen.
Für das Weihnachtskonzert 2015 wurden Weihnachts- und Marienlieder aus dem Werk des Mönchs ausgewählt. Hierzu gehört u.a. das heute noch sehr bekannte Lied „Josef, lieber Josef mein“.
Dem gegenüber steht eine Auftragskomposition des Jahres 2014 („Through a shadow darkly“ von Alexander Kaiser). Ergänzt wird das Programm durch teilweise Rezitation der Texte durch einen Sprecher sowie Tanzstücke aus dem Mittelalter und Improvisationen des Ensembles.