Gespräch und Lesung mit Musik

Samstag, 20. Juni 2026
Schloss Mondsee, Galerie im Schlosshof, Schlosshof 1a, 5310 Mondsee

Eintritt frei, Spenden sind willkommen
Begrenzte Plätze – Anmeldung erbeten unter:

18:00 Uhr
DIE SIEBEN TODSÜNDEN DER DONAUMONARCHIE
Einladung zu einem Gespräch über Robert Hamerling, Adalbert von Goldschmidt und die österreichische Literatur der frühen Moderne.


Christian Filips, Schriftsteller, Übersetzer, Theaterregisseur, Konzertdramaturg aus Berlin 

und

Univ. Prof. Dr. Werner Michler für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Salzburg

im Gespräch

19:00 Uhr
DER UNSTERBLICHKEITSCLOWN
Sophie Rois und Christian Filips lesen und singen Adalbert von Goldschmidt und seine Zeitgenossen Karl Kraus, Hugo von Hofmannsthal, Arnold Schönberg
Klavier: Dongkyu Leo Kim

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Programmbereich „Figurationen des Übergängs“ bei Wissenschaft & Kunst (Universität Salzburg/Universität Mozarteum Salzburg) und mit Unterstützung der Raiffeisenbank Mondseeland eGen und Blumen Wuchs/Sabine Oberholzer statt.

Bitte beachten Sie auch die offizielle Preisverleihung des Lyrikpreis des Mondseelands am Sonntag, 21. Juni 2026.

CHRISTIAN FILIPS

Foto Christian Filips: ©Yaman Rai

Christian Filips, geb. 1981 ist Schriftsteller, Theaterregisseur, Konzertdramaturg und Übersetzer. Er studierte Philosophie, Literatur- und Musikwissenschaft in Wien und Berlin. Für seine ersten Gedichte wurde er 2001 mit dem Rimbaud-Preis des
Österreichischen Rundfunks ausgezeichnet. Seit 2010 ist er Herausgeber der roughbooks, einer Reihe für zeitgenössische Lyrik, seit 2024 zusätzlich die Reihe Poesie Dekolonie. Seine Stücke wurden in mehreren großen Theatern in Berlin gezeigt, u.a. in der Volksbühne Berlin, aber auch in Städten wie Mumbai oder Nairobi. Im Jahr 2023 kuratierte er poetica 8, ein Festival für Weltliteratur in Köln und erhielt den Literaturpreis für Poesie als Übersetzung der Stadt Erlangen. Filips lebt und arbeitet in Berlin. Im Jahr 2025 erhielt er den Lyrikpreis des Mondseelands.

SOPHIE ROIS

Foto © Luna Zscharnt

Sophie Rois, geb. 1961 in Linz, absolvierte ihre Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar Wien. Seit 1993 gehörte sie dem Ensemble der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz an, zu der sie nach Spielzeiten beim Berliner Ensemble (2018-2022) wieder in das Ensemble hin zurückkehrte. Dort wirkte sie in zahlreichen Inszenierungen von Christoph Schlingensief, Christoph Marthaler, Frank Castorf (Pension Schöller, Die Dämonen, Des Teufels General) und René Pollesch mit. In Inszenierungen Polleschs und Castorfs gastierte sie auch am Burgtheater Wien. 1998 spielte sie die Buhlschaft in Hofmannsthals Jedermann bei den Salzburger Festspielen. 2018 erhielt sie für ihre Darstellung der Hexe in der Volksbühnen-Inszenierung von Faust. Der Tragödie zweiter Teil den Gertrud-Eysoldt-Ring. Einem breiten Kino- und TV-Publikum ist sie zudem aus Filmen wie Detlev Bucks Wir können auch anders… (1998), Heinrich Breloers Die Manns – ein Jahrhundertroman (2001), Clemens Schönborn Fräulein Phyllis (2004), Tom Tykwers Drei (2010) und verschiedenen Tatort– und Polizeiruf 110-Folgen bekannt. 2016 wurde Sophie Rois mit dem Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie Beste Interpretin für ihre Lesung von Baba Dunjas letzte Liebe von Alina Bronsky ausgezeichnet. Seit 2017 ist Sophie Rois Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

DONGKYU LEO KIM 

Erhielt ab dem Alter von vier Jahren Klavierunterricht. Seine ersten Studien absolvierte er an der Korea National University of Arts im Alter von 16 Jahren bei Choong-Mo Kang. Mit 17 Jahren setzte er seine Studien an der Universität der Künste Berlin fort, unter der Anleitung von Elena Lapitskaja, Lucas Blondeel und Wolfgang Manz und schloss ein Studium mit dem Master-Grad ab. Anschließend absolvierte er sein Konzertexamen mit besonderer Auszeichnung bei Thomas Hell an der Hochschule für Musik Mainz der Johannes Gutenberg-Universität. Ein besonderer Fokus als Pianist liegt auf spätromantischen Werken der katalanischen Pianistenschule (Albeniz und Granados). 2021 legte er mit diesem Repertoire sein CD-Debüt beim spanischen Label KNS Classical vor. Auch Crossover-Projekte mit Performancekünstlern an der
Volksbühne Berlin (Maximilian Brauer, Susanne Bredehöft, Margarita Breitkreiz sowie Entdeckungen unbekannter Komponisten wie Adalbert von Goldschmidt und Emília Miret i Soler prägen seine künstlerische Arbeit. 2025 wurde sein interdisziplinäres Projekt Piano for non-senses. Eine Post-Fluxus-Aktion nach Nam June Paik vom Hauptstadtkulturfonds gefördert. Seit 2021 lehrt er als Dozent für Klavier an der Hochschule für Musik Mainz der Universität Mainz.

WERNER MICHLER

Foto Werner Michler: ©privat

Univ.-Prof. Dr. Werner Michler, geb. 1967 in Wien, studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Wien. Er war von 1992-1998 Mitarbeiter an FWF-Forschungsprojekten zum Literarischen Leben in Österreich 1848-1890, bis 1997 im
Rahmen des Trilateralen Forschungsschwerpunkts Differenzierung und Integration (BRD, A, CH). 2001 erhielt er den Figdor-Preis für Sprach- und Literaturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2001/02 war er Research Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) Wien und 2003 Visiting Scholar an der University of Oxford (GB). Seit 2013 ist er Universitätsprofessor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Salzburg. Er ist Leiter des Stefan Zweig Haus – Stefan Zweig Zentrum und Literaturarchiv Salzburg, Leiter des Programmbereichs Figurationen des Übergangs am Interuniversitären Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst (Universität Salzburg/Universität Mozarteum (gem. m. Hildegard Fraueneder), stv. Leiter des Doktoratskolleg Ästhetische Kommunikation sowie wissenschaftlicher Leiter des Franz Werfel-Stipendienprogramms – Exzellenzprogramm des BMBWF/internationales Netzwerk österreichische Literatur.

An einem strahlenden Herbstnachmittag am 12.10.2024 begrüßte Obfrau Romana Sammern Freunde und Wegbegleiter der Mondsee Land Art zu einem besonderen Treffen. Am Fuße des Guglhupfbergs, im Schatten der mächtigen Linde, wurde gemeinsam auf 25 Jahre Mondsee Land Art zurückgeblickt.


Die Initiatorin Inge Dick und Josef Wendtner, damals Obmann des Regionalentwicklungsverbands und heute Bürgermeister von Mondsee, gewährten Einblicke in die Entstehung des Projekts. Die Anwesenden erfuhren von der Motivation, den Diskussionen und Mühen, die zur Realisierung der sechs Kunstinstallationen führten. Heute sind diese zu einzigartigen Wahrzeichen der Region geworden und haben einfache Plätze zu besonderen Orten der Naturerfahrung gemacht.


Seit 2021 betreut der Verein Mundwerk – Literatur im Mondseeland die Kunstwerke und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ein neuer Flyer, der auch die Brücke ins digitale Zeitalter schlägt, informiert über die einzelnen Installationen und stellt das jüngste Projekt von Laurien Bachmann am Kienbergwandtunnel vor, welches am 5. April 2025 eröffnet wird.

Ursprünglich sollte die musikalische Gestaltung des Nachmittags von Bodo Hell und Erwin Rehling übernommen werden. Da Bodo Hell am Dachstein geblieben ist, musizierte Erwin Rehling allein und ließ bewusst Pausen, die als literarische Leerstellen an die Stimme seines Freundes erinnerten. Dieser bewegende Moment hinterließ bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck.



Wir möchten uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken, die großzügig zu einem beachtlichen Betrag beigetragen haben. Diese Spenden fließen sowohl in die Pflege der imposanten Linde, unter deren Schatten sich Besucher weiterhin ausruhen können, als auch in die Unterstützung der Bergrettung am Dachstein, die unermüdlich bei der Suche nach Bodo Hell im Einsatz war.

Alle Fotos: Ute Brandhuber-Schmelzinger

Samstag, 1. Juli 2023, ab 17:00 Uhr
Einladung zum großen Lyrikfest 2023

Feiern Sie mit uns, den Jurymitgliedern, Preisträgerinnen und Preisträgern das 25-jährige Jubiläum des Lyrikpreises des Mondseelands mit einem großen Fest im Schloss Mondsee. Neben der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträgerin bzw. des diesjährigen Preisträgers und einem musikalischen Rahmenprogramm erwarten Sie in Schloss Mondsee Lesungen und Gespräche mit
MARA-DARIA COJOCARU, ERWIN EINZINGER, ILMA RAKUSA UND RON WINKLER

Ort: Kreuzganghof von Schloss Mondsee, 5310 Mondsee
Eintritt: 20 €
Ermäßigt: 10 €

Anmeldung erbeten!

Musikalisch – literarische Weihnachtskollisionen
Satire-Lesung:
FRITZ POPP

Musik:
HELMUTH GUBI, Saxophon
THOMAS MEUSBURGER, Gitarre

Sonntag, 26. November 2017, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: Freiwillige Spenden

… OH TANNENBAUM … Weihnachtskollisionen
Wenn Nordmanntannen durch Südfraufichten Konkurrenz bekommen, Schokoladenhohlgusskörperfiguren auf ansonsten figurbetonte Menschen treffen, unbeaufsichtigtes Gebäck zum Problem wird und Männer gerne im Männerhort ausharren, dann ist wieder Weihnachten: das Fest, bei dem unsere alljährlichen Vorsätze mit einem immer raffinierteren Konsum- und Dekoangebot kollidieren. Die Musik von „Duo Infernal“ und die Texte des Satirikers hingegen stehen wie ein Leuchtturm in der Brandung alljährlich auftretender Weihnachtsgefühle und –allergien und geleiten zu einem Weihnachtsgenuss de luxe.

FRITZ POPP: geb. 1957 in Vöcklabruck/OÖ., lebt als Schriftsteller, Literaturvermittler und BHS -Lehrer in Salzburg und Schwarzenberg am Böhmerwald. Seit 1989 Autor des „AffrontTheaters Salzburg“ (Kabarett-Preis „Salzburger Stier“ 1995). Schreibt und publiziert Lyrik, Prosa und Kabarett – Texte. Redaktionsmitglied der Salzburger Literaturzeitschrift SALZ. Staatsstipendium für Literatur 2005. Letzte Publikationen: „Zusehend unberührt“ (Gedichte 2009), „Keine Engel“ (Roman 2010), „Unarten – Vielfalt“ (Satiren 2012), „Chronisch grantig“ (Satiren 2014), „Mehr als du glaubst“ (Satiren 2017).

HELMUTH GUBI: geb. in Mondsee, Lehrer im BORG Neumarkt/Straßwalchen. Engagements bei Salzburger Festspielen, Mozarteumorchester und Landestheater. 25 Jahre musikalischer Leiter des Salzburger Straßentheaters. Mitglied des Saxophon-quatetts und Superbrass. Immer wieder eigene Projekte: Summer- holz Bigband, Summerhill Dixie, Saxland Orchester, Trio Infernal.

THOMAS MEUSBURGER: geb. und aufgewachsen in Salzburg. Studium mit Abschluss am Mozarteum im Fach Gitarre. Danach Los Angeles: Abschluss des G.I.T. am Musicians Institute in Hollywood. Studio- und Livetätigkeit in diversen Bands, z.B. Summerhill Dixie Band, The Rhythmic Tramp Orchestra, Vocal Beat Club, Trio Infernal, Applejack Distillery, Dr. Opin u.a. Lehrtätigkeit für Gitarre an der BAfEP Salzburg. Musikalische Interessen: Funk, Rock, Jazz.

Erasmus von Rotterdam: Lob der Torheit
Lesung: André Hinderlich, Musik: Anne-Suse Enssle (Blockflöte), Philipp Lamprecht (Drehleier, Stimme, Percussion)

Lesung am 12. November 2017, 18:00 in der Oedmühle in Kasten

Stefan Kirpal (Violine), Gundula Kirpal (Violine), Alba Gonzáles i Becerra (Viola) und Stephen Ristau (Violoncello) spielen Ludwig van Beethoven und Friedrich Gernsheim

Konzert am 26. Mai 2017 um 19:00 in der Oedmühle in Kasten

Der Mönch von Salzburg: Von Gestirnen und der Liebe
Gesang: Sabine Lutzenberger
Musik: Judith Schreyer (Fidel), Anne-Suse Enßle (Blockflöten), Philipp Lamprecht (mittelalterliches Schlagwerk, Drehleiter)

Konzert am 27. November 2016, 18:00 Uhr in der Oedmühle in Kasten

Spielen wir? Leben wir? DADA und seine nicht-dadaistischen Zeitgenossen (100 Jahre DADA)
Amalia Altenburg (Rezitation), Anne Keckeis (Cello)

Lesung am 9. Oktober 2016, 18:00 Uhr, in der Oedmühle in Kasten

Birgit Müller-Wieland liest „Reisen vergehen“ (Gedichte, Otto Müller Verlag 2016)

Musik: Maria Krenn (Gitarre), Helmut Kratochwill (Mundharmonika) – LMS Mondsee

Lesung am Donnerstag, 7. Juli 2016 um 19:00 Uhr in der Oedmühle in Kasten

LIEDER ZUM ADVENTKREIS
Christie Finn, Sopran
Judith Schreyer, Fidel
Anne-Suse Enßle, Blockflöten
David Bader, Laute
Philipp Lamprecht, mittelalterliches Schlagwerk und Drehleier
André Hinderlich, Sprecher

Sonntag, 13. Dezember 2015, 18:00 Uhr
OEDMÜHLE IN KASTEN 31,
4893 ZELL AM MOOS/TIEFGRABEN
Eintritt: 10 €, Jugend 5 €

Der Mönch von Salzburg
Auszüge aus seinem Liedschaffen

Duo Enßle-Lamprecht und Ensemble
Der Mönch von Salzburg, ein anonym gebliebener Liederdichter und Komponist des Spätmittelalters, schuf ein Werk von europäischer Bedeutung: über 100 erhaltene Handschriften belegen für die damalige Zeit eine ungemeine Popularität, die sonst von keinem anderen Dichter oder Komponisten erreicht wurde: sowohl ein- als auch mehrstimmige Lieder, wovon 50 geistlichen Inhalts sind und beinahe den gesamten liturgischen Jahreskreis umfassen. Von den über 50 weltlichen Texten behandelt ein Großteil Erscheinungsformen der Minne in unterschiedlichsten Facetten; es sind aber auch andere Liedgattungen wie etwa Trinkgesänge im Korpus vertreten. Außerdem findet sich in seinem Werk beispielsweise der erste deutschsprachige Kanon.
Originale Lieder des Mönchs von Salzburg werden nach Möglichkeit mit einer Neuvertonung verknüpft, die auf sein Werk Bezug nimmt. Hierbei kombiniert sich das Duo Enßle-Lamprecht immer wieder neu mit anderen Musikern, um neben der Kontinuität der Gesamtaufführung auch eine Farbigkeit und Varietät der einzelnen Konzerte zu gewährleisten. Insgesamt werden im Zeitraum 2014 – 2019 alle Lieder des Mönchs, nach Themengruppen gegliedert, aufgeführt und durch die Kombination mit Uraufführungen und der Umsetzung durch unterschiedliche Ensembles in verschiedene Kontexte gestellt.
Mag. Manuel Schwembacher (Universität Salzburg) berät das Ensemble in inhaltlichen und sprachwissenschaftlichen Fragen und formuliert Einführungstexte zu den verschiedenen Konzertprogrammen.
Für das Weihnachtskonzert 2015 wurden Weihnachts- und Marienlieder aus dem Werk des Mönchs ausgewählt. Hierzu gehört u.a. das heute noch sehr bekannte Lied „Josef, lieber Josef mein“.
Dem gegenüber steht eine Auftragskomposition des Jahres 2014 („Through a shadow darkly“ von Alexander Kaiser). Ergänzt wird das Programm durch teilweise Rezitation der Texte durch einen Sprecher sowie Tanzstücke aus dem Mittelalter und Improvisationen des Ensembles.