Land Art Projekte widersetzen sich dem kommerziellen Kunstbegriff. Sie sind untrennbar mit der Landschaft verbunden, veränderlich und unveräußerlich. So entziehen sie sich den Kategorien des Kunstmarktes, können aber mit Spaziergänger*innen in Interaktion treten, wie Karl-Heinz Klopfs Installation „Einmal Vierzig“ (2005) in der Seepromenade Mondsee: Sie ragt als 1 × 40 m lange, weiße Linie parallel zum Bach auf einen der Wege der Parkanlage. Als Gerade tritt sie zu den kurvigen Pfaden und der Attersee Bundesstraße in Auseinandersetzung und funktioniert als Kontrast zur Umgebung. Die Installation aus weißem Naturstein lässt jedoch auch Umwelteinflüsse sichtbar werden: Die Platten sind vermoost, verschlammt und das Gras hat ihre klare Linie überwachsen; sie ist als solche kaum mehr erkennbar. Derart verschmutzt funktioniert der Gegensatz zur Landschaft nicht mehr – wir wollen das ändern!

Am 26.6.2020 um 14:00 machen wir „Einmal Vierzig“ wieder zur weißen Linie: Mit Schrubbern, Bürsten und Wasser – und freundlicher Genehmigung der Gemeinde Mondsee. Treffpunkt: Bei der Installation in der Seepromenade.

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