Marlene Streeruwitz: geboren 1950 in Baden bei Wien, studierte Slawistik und Kunstgeschichte. Journalistin der Öko-Zeitschrift „Natur ums Dorf“. Beratungstätigkeit für Aktionen der Landschaftswiederherstellung. Erste literarische Erfolge ab 1986, begann als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Lebt in Wien und Berlin. Marlene Streeruwitz zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen SchriftstellerInnen.

In zahlreichen Vorträgen und Vorlesungsreihen (Frankfurter und Tübinger Poetikvorlesungen, S. Fischer Gastprofessur in Berlin, Gastprofessur in Chicago) und in vielen Aufsätzen und Essays hat Marlene Streeruwitz immer wieder über poetologische und rezeptionstheoretische Fragen nachgedacht.
Für ihre literarischen Arbeiten wurden ihr zahlreiche Preise verliehen: Österreichischer Würdigungs-Staatspreis für Literatur, Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg, Preis der Stadt Wien, Walter-Hasenclever-Preis u.a.

Bücher:
Waikiki Beach. Solane Square. (1992)
New York. New York. Elysian Park. (1993)
Ocean Drive. (1994)
Tolmezzo. (1994)
Verführungen. (1996)
Lisa’s Liebe. (1997)
Können.Mögen. Dürfen. Sollen. Wollen. Müssen. Lassen. (Frankfurter Poetikvorlesungen, 1998)
Nachwelt. (1999)
Majakowskiring. (2000)
Dauerkleingartenverein „Frohsinn“. A gothic SF-Novel (2000)
Und. Überhaupt. Stop. Collagen. (2000)
Partygirl. (2002)
Tagebuch der Gegenwart. (2002)
Jessica, 30. (2004)

Stücke:
Waikiki-Beach. (Schauspielhaus Köln, 1992)
Elysian Park. (Deutsches Theater Berlin, 1993)
Tolmezzo. (Schauspielhaus, Wiener Festwochen, 1994)
Bagnacavallo. (Köln, 1995)
Brahmsplatz. (Forum-Theater Graz, 1995)
Deutro. Was bei Lear’s wirklich geschah. (Schauspielhaus Köln, 1995).

Hörspiele:
Der Paravent. (ORF, SDR, 1987)
Urlaub. (WDR, 1989)
Schubertring. (ORF, 1990)
Yocasta, You’d Better Leave. (ORF, 1990)
Kaiserklamm und Kirchenwirt. ORF, 1989)

Jessica, 30:
Typgerecht geschminkt, auf die richtige Figur gehungert, superschicke Klamotten, cooler Job und heißer Sex – alles wird gut! Für Jessica, 30, beginnt genau so das Abenteuer. „ … und mehr ins Laufen fallen lassen und den Rhytmus halten, das ist wunderbar, so gleichmäßig und was für ein wunderbares Maschinchen, der Körper, wenn alles so läuft und nichts anderes existiert, Unabhängigkeit …“
„…..Der Roman spielt im Winter und Frühling 2003 in Wien und ist voller Anspielungen und Namen aus den politischen und gesellschaftlichen Ereignissen dieser Zeit. ….. Dazu kommt, daß Streeruwitz‘ eigentlicher Zorn sich weniger gegen die Provinzpolitiker in Österreich richtet als gegen das globalisierte Weltsystem, das gut ausgebildete Frauen in schlecht bezahlte Kurzzeitjobs zwingt. … Sie schießt scharf, aber niemand zählt die Treffer ….“
(Eric Frey, Financial Times Deutschland)